Alle 246 Fachbegriffe von A bis Z
Komplette alphabetische Übersicht aller im Glossar erfassten Begriffe. Klicken Sie auf einen Eintrag für die ausführliche Definition mit Paragraphen-Bezug und Praxisbeispiel.
§
§ 535 BGB
Zentrale Vorschrift des Mietrechts, die die Hauptpflichten von Vermieter und Mieter definiert.
§ 536 BGB
Regelt das Recht des Mieters auf Mietminderung bei Mängeln der Mietsache und Schadensersatzansprüche.
§ 536a BGB
Regelt Schadensersatzansprüche des Mieters bei Mängeln und Pflichtverletzungen des Vermieters.
§ 543 BGB
Regelt die fristlose Kündigung des Mietverhältnisses bei wichtigem Grund durch Vermieter oder Mieter.
§ 549 BGB
Regelt das Kündigungsrecht des Mieters bei Veräußerung der Mietsache an einen Dritten.
§ 551 BGB
Regelt die Begrenzung der Mietkaution auf maximal drei Nettokaltmieten und die Zahlungsmodalitäten.
§ 553 BGB
Regelt das Recht des Mieters auf Erlaubnis zur Untervermietung bei berechtigtem Interesse.
§ 556 BGB
Zentrale gesetzliche Grundlage für die Betriebskostenabrechnung im Wohnraummietrecht.
§ 558 BGB
Regelt die Erhöhung der Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete unter Beachtung der Kappungsgrenze.
§ 566 BGB
Grundsatz 'Kauf bricht nicht Miete' – der Erwerber tritt in bestehende Mietverhältnisse ein.
§ 573 BGB
Regelt die ordentliche Kündigung durch den Vermieter und die Voraussetzungen berechtigter Interessen.
§ 573c BGB
Regelt die Kündigungsfristen für Vermieter und Mieter bei ordentlicher Kündigung von Wohnraum.
A
Abmahnung im Mietrecht
Förmliche Aufforderung an den Mieter, ein vertragswidriges Verhalten zu unterlassen.
Abrechnungsfrist
Der Vermieter muss die Abrechnung innerhalb von 12 Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums zustellen.
Abrechnungszeitraum
Der Zeitraum von exakt 12 Monaten, über den die Betriebskosten abgerechnet werden.
Abwassergebühr
Kommunale Gebühr für die Entsorgung von Schmutz- und Niederschlagswasser über die Kanalisation.
AfA-Abschreibung (Gebäude)
Absetzung für Abnutzung – Vermieter können Anschaffungskosten des Gebäudes steuerlich absetzen.
Aktenzeichen
Eindeutige Kennzeichnung von Gerichtsverfahren zur systematischen Zuordnung von Verfahrensakten.
Allgemeinstrom
Strom für gemeinschaftlich genutzte Anlagen und Beleuchtung — wird über verschiedene Kostenpositionen umgelegt.
Anlage V (Steuererklärung)
Formular der Steuererklärung für Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung.
Aufzug
Betriebskosten für den Personenaufzug, einschließlich Strom, Wartung und TÜV-Prüfung.
Aufzugsprüfung
Regelmäßige Sicherheitsprüfung des Aufzugs durch TÜV oder zugelassene Überwachungsstelle.
B
BAFA-Förderung (Heizung)
Staatliche Zuschüsse für den Heizungstausch – bis zu 70 % Förderung durch das BAFA.
Bankbürgschaft (Mietkaution)
Die Bank bürgt für den Mieter – Alternative zur Barkaution, erfordert Bonität.
Barkaution
Klassische Kautionsform durch Geldüberweisung – muss getrennt vom Vermietervermögen angelegt werden.
Belegeinsicht
Das Recht des Mieters, die der Abrechnung zugrunde liegenden Originalbelege beim Vermieter einzusehen.
Beleuchtung
Stromkosten für die Beleuchtung gemeinschaftlich genutzter Gebäudeteile und Außenanlagen.
Benchmarking Nebenkosten
Vergleich der eigenen Nebenkosten mit Durchschnittswerten ähnlicher Gebäude.
Berufung
Rechtsmittel gegen erstinstanzliche Urteile zur vollständigen Überprüfung durch das Obergericht.
Betriebskosten
Laufende Kosten, die dem Eigentümer durch das Grundstück oder Gebäude entstehen und auf Mieter umgelegt werden können.
Betriebskostenanalyse
Detaillierte Auswertung der Betriebskosten nach Position, Zeitverlauf und Benchmark.
Betriebskostenspiegel
Jährliche Übersicht des Deutschen Mieterbundes über durchschnittliche Betriebskosten pro Quadratmeter.
Betriebskostenverordnung (BetrKV)
Rechtsverordnung, die abschließend regelt, welche Betriebskosten auf Mieter umgelegt werden dürfen.
Betriebsstrom
Stromkosten für den Betrieb von Heizungsanlage, Aufzug und anderen Gemeinschaftseinrichtungen.
Beweislast
Prozessuale Pflicht einer Partei, das Vorliegen behaupteter Tatsachen zu beweisen.
Blockheizkraftwerk (BHKW)
Anlage, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt – hoher Gesamtwirkungsgrad von bis zu 90 %.
Brennstoffkosten
Kosten für den Kauf von Heizmaterial wie Gas, Öl oder Pellets — größter Posten der Heizkosten.
Brennstoffzellenheizung
Hocheffiziente Heizung, die aus Wasserstoff oder Erdgas Strom und Wärme erzeugt.
Brennwert (Erdgas)
Energiegehalt von Erdgas inklusive Kondensationswärme – Grundlage für die Heizkostenabrechnung.
Brennwerttechnik
Heiztechnik, die zusätzlich Kondensationswärme aus Abgasen nutzt und dadurch einen Wirkungsgrad über 100% erreicht.
Bruttomiete
Miete, die bereits alle oder einen Teil der Betriebskosten enthält (Inklusivmiete).
Bruttomietrendite
Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis – einfache Kennzahl ohne Berücksichtigung von Kosten.
C
D
E
Eigenbedarfskündigung
Kündigung durch den Vermieter wegen Eigenbedarf – häufigster Kündigungsgrund im Mietrecht.
Eigentümerversammlung
Oberstes Beschlussorgan der WEG – fasst Beschlüsse über Verwaltung und Finanzen.
Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
Eine der sieben Einkunftsarten im Einkommensteuerrecht – betrifft alle Vermieter.
Einwendungsfrist
Der Mieter hat 12 Monate nach Zugang der Abrechnung Zeit, Einwendungen zu erheben.
Einzelraumregelung
System zur individuellen Temperatursteuerung in jedem Raum — spart Energie und ist gesetzlich vorgeschrieben.
Elementarversicherung
Zusatzversicherung gegen Naturgefahren wie Hochwasser, Starkregen und Erdrutsch.
Energetische Sanierung
Bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz eines Gebäudes — senkt langfristig Heizkosten.
Energieausweis
Dokument, das die Energieeffizienz eines Gebäudes bewertet — Pflicht bei Vermietung und Verkauf.
Energieeffizienzklasse (Gebäude)
Klassifizierung von A+ bis H – zeigt den Energieverbrauch eines Gebäudes auf einen Blick.
Entwässerung
Kosten für die Ableitung von Schmutz- und Regenwasser über die kommunale Kanalisation.
Erhaltungsaufwand
Kosten für Reparaturen und Renovierungen – sofort als Werbungskosten absetzbar.
Etagenheizung
Dezentrale Heizung in jeder Wohnung (Gastherme) — Mieter trägt Heizkosten direkt.
F
Fassadendämmung
Wärmedämmung der Außenwände – reduziert Heizkosten um bis zu 25 % und ist als Modernisierung umlagefähig.
Fensteraustausch
Modernisierung durch Einbau neuer Fenster – verbessert Dämmung und kann auf die Miete umgelegt werden.
Fernwärme
Zentrale Wärmeversorgung über ein Leitungsnetz — Alternative zu eigener Heizungsanlage im Gebäude.
Fluktuation (Mieterwechsel)
Häufigkeit der Mieterwechsel in einem Objekt – verursacht Kosten und Leerstand.
Formunwirksame Klausel
Mietvertragsklausel, die wegen Verstoßes gegen AGB-Recht oder gesetzliche Formvorschriften unwirksam ist.
Formvorschriften Mieterhöhung
Eine Mieterhöhung muss in Textform erfolgen und nachvollziehbar begründet werden.
Frischwassermaßstab
Verteilerschlüssel, der Abwassergebühren nach dem gemessenen Frischwasserverbrauch berechnet.
Fristlose Kündigung
Außerordentliche Kündigung ohne Einhaltung einer Frist – nur bei schwerwiegendem Grund zulässig.
Funkwasserzähler
Wasserzähler mit integriertem Funkmodul zur automatisierten Fernauslesung der Verbrauchsdaten.
Funkzähler
Messgerät für Heizung oder Wasser, das seine Verbrauchsdaten per Funk an einen Datensammler übermittelt (fernablesbar).
G
Gartenpflege
Kosten für die Pflege gemeinschaftlicher Grünflächen, einschließlich Rasenmähen, Heckenschnitt und Bepflanzung.
Gaspreis
Preis pro Kilowattstunde Erdgas — unterliegt Marktschwankungen und staatlicher Regulierung.
Gasspeicherumlage
Gesetzliche Umlage zur Finanzierung der Gasbefüllung strategischer Speicher.
Gebäudeabschreibung
Steuerliche Verteilung der Anschaffungskosten eines Gebäudes über die Nutzungsdauer.
Gebäudeenergiegesetz (GEG)
Zentrales Gesetz für energetische Anforderungen an Gebäude – Heizungstauschpflicht ab 2024.
Gebäudereinigung
Kosten für die Reinigung gemeinschaftlich genutzter Gebäudeteile wie Treppenhaus und Flure.
Gebäudeversicherung
Pflichtversicherung für Immobilien gegen Feuer, Sturm, Leitungswasser und Hagel – umlagefähig.
Gemeinschaftsantenne / Kabelanschluss
Kosten für den Betrieb der Gemeinschaftsantenne oder des Breitbandkabelanschlusses.
Gemeinschaftseigentum
Alle Gebäudeteile, die nicht im Sondereigentum stehen – gehört allen Eigentümern gemeinsam.
Gemeinschaftsordnung
Regelwerk der WEG – definiert Rechte und Pflichten der Eigentümer über das Gesetz hinaus.
Gradtage
Summe der täglichen Differenzen zwischen Raum- und Außentemperatur – Maß für den Heizenergiebedarf.
Gradtagszahlen
Rechnerische Verteilung der Heizkosten auf einzelne Monate — Alternative zur Zwischenablesung.
Grunderwerbsteuer
Einmalige Steuer beim Immobilienkauf – je nach Bundesland 3,5–6,5 % des Kaufpreises.
Grundsteuer
Steuer auf Grundbesitz, die von der Gemeinde erhoben und als Betriebskosten auf Mieter umgelegt werden kann.
Grundsteuerreform
Neuregelung der Grundsteuerberechnung ab 2025 mit neuen Bewertungsverfahren für Grundstücke.
Guthaben
Betrag, den der Vermieter an den Mieter erstatten muss, wenn die Vorauszahlungen höher waren als die tatsächlichen Kosten.
H
Haftpflichtversicherung (Vermieter)
Schützt Vermieter gegen Schadensersatzansprüche Dritter – z. B. bei Sturz auf dem Grundstück.
Härteeinwand
Mieter können eine Mieterhöhung nach Modernisierung wegen unzumutbarer Härte abwehren.
Hausgeld
Monatliche Vorauszahlung der Wohnungseigentümer an die WEG für Bewirtschaftung und Rücklage.
Hausratversicherung (Mieter)
Versichert das bewegliche Eigentum des Mieters gegen Feuer, Einbruch und Leitungswasser.
Hausverwaltung
Professionelle Verwaltung von Mietobjekten – Kosten sind nicht auf Mieter umlagefähig.
Hauswart
Kosten für den Hausmeister, soweit er Betriebskosten-relevante Tätigkeiten ausführt.
Hebesatz
Prozentsatz, den die Gemeinde auf den Grundsteuermessbetrag anwendet — bestimmt die Grundsteuerhöhe.
Heizgradtage
Variante der Gradtage mit Bezug auf 15 °C Heizgrenze – für die Klimabereinigung von Verbräuchen.
Heizkosten
Kosten für die zentrale Beheizung des Gebäudes, die nach Heizkostenverordnung verbrauchsabhängig abzurechnen sind.
Heizkostenverordnung (HeizkostenV)
Verordnung, die die verbrauchsabhängige Abrechnung von Heiz- und Warmwasserkosten vorschreibt.
Heizkostenverteiler
Messgerät am Heizkörper, das den anteiligen Wärmeverbrauch einer Wohnung erfasst.
Heizkostenverteiler-Funkauslesung
Automatische Fernauslesung von Heizkostenverteilern via Funk, die Begehungen ersetzt und monatliche Verbrauchsinformationen ermöglicht.
Heizlastberechnung
Berechnung der benötigten Heizleistung eines Gebäudes – Grundlage für die Dimensionierung der Heizung.
Heizölverbrauch
Durchschnittlicher Heizölverbrauch pro m² – wichtiger Kennwert für ölbeheizte Gebäude.
Heizspiegel
Jährliche Vergleichswerte für Heizkosten und Energieverbrauch — hilft bei der Einschätzung der eigenen Heizkosten.
Heizwert
Energiegehalt eines Brennstoffs ohne Kondensationswärme – niedrigerer Wert als Brennwert.
Herstellungskosten (Immobilie)
Kosten für Neubau, Erweiterung oder wesentliche Verbesserung – müssen über die AfA abgeschrieben werden.
Hydraulischer Abgleich
Optimierung der Heizungsanlage, damit alle Heizkörper gleichmäßig mit Wärme versorgt werden.
I
Indexmiete
Mietvereinbarung, bei der die Miete an den Verbraucherpreisindex gekoppelt ist.
Instandhaltung
Erhaltung des vertragsgemäßen Zustands der Mietsache — Pflicht des Vermieters, keine Betriebskosten.
Instandhaltungsrücklage (WEG)
Zweckgebundenes Rücklagenkonto der WEG für künftige Reparaturen und Sanierungen.
Instanzenzug
Mehrstufiges Gerichtssystem mit Erst-, Berufungs- und Revisionsinstanz zur Rechtskontrolle.
K
Kaltmiete
Die Miete ohne Heizkosten, aber inklusive kalter Betriebskosten (Bruttokaltmiete).
Kaltwasserzähler
Messgerät zur Erfassung des Kaltwasserverbrauchs einer Wohn- oder Gewerbeeinheit.
Kappungsgrenze
Maximale Mieterhöhung von 20 % (in angespannten Märkten 15 %) innerhalb von drei Jahren.
Kautionsabrechnung
Abrechnung des Vermieters über die Kaution nach Mietende – mit Aufstellung aller Abzüge.
Kautionshöhe
Gesetzlich auf maximal drei Monatsnettokaltmieten begrenzt – höhere Kautionen sind unwirksam.
Kautionskonto
Separates Konto, auf dem die Mietkaution insolvenzgeschützt und verzinst angelegt wird.
Kautionsrückzahlung
Rückgabe der Kaution nach Mietende – Frist in der Regel 3–6 Monate.
Kautionsversicherung
Versicherungslösung statt Barkaution – monatliche Beiträge statt Einmalzahlung.
KfW-Förderung (Gebäude)
Zinsgünstige Kredite und Zuschüsse der KfW-Bank für energetische Sanierung und Neubau.
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
Gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme in einer Anlage – spart bis zu 40 % Primärenergie.
Kündigungsfrist Mietvertrag
Gesetzliche Frist zwischen Kündigungserklärung und Ende des Mietverhältnisses.
Kündigungsschutz
Gesetzlicher Schutz des Mieters vor willkürlicher Kündigung – Vermieter braucht berechtigtes Interesse.
kWh-Kosten
Preis pro Kilowattstunde Heizenergie — zentrale Größe für die Berechnung der Heizkosten.
L
Leerstandsquote
Anteil der leerstehenden Wohnungen am Gesamtbestand – wichtiger Indikator für den Wohnungsmarkt.
Legionellenprüfung
Vorgeschriebene Wasseruntersuchung auf Legionellen-Bakterien in der zentralen Warmwasseranlage.
Leitsatz
Zusammenfassung der tragenden Rechtsgrundsätze eines Urteils für die juristische Praxis.
Liegenschaftsverbrauch
Heizenergieverbrauch für gemeinschaftlich genutzte Bereiche und technische Anlagen außerhalb der Wohnungen.
LoRaWAN
Low-Power-Weitverkehr-Funkstandard für IoT-Geräte, der auch für die Fernablesung von Heiz- und Wasserzählern eingesetzt wird.
M
Mahnverfahren
Vereinfachtes gerichtliches Verfahren zur Durchsetzung unstreitiger Geldforderungen.
Mängelbeseitigung
Pflicht des Vermieters, gemeldete Wohnungsmängel innerhalb angemessener Frist zu beheben.
Messdienstleister
Spezialisiertes Unternehmen für die Erfassung, Verwaltung und Abrechnung von Verbrauchsdaten.
Mietanpassung
Allgemeiner Begriff für jede Änderung der Miethöhe – nach oben oder unten.
Mietausfallversicherung
Versicherung, die bei Zahlungsausfall des Mieters die Mieteinnahmen ersetzt.
Mieterhöhung
Einseitige Erhöhung der Miete durch den Vermieter – nur unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen zulässig.
Mieterhöhung bei Indexmiete
Automatische Mietanpassung entsprechend der Entwicklung des Verbraucherpreisindex.
Mieterhöhung bei Staffelmiete
Vertraglich festgelegte Mietsteigerungen zu bestimmten Zeitpunkten – keine weitere Erhöhung möglich.
Mieterhöhung nach Modernisierung
Vermieter darf bis zu 8 % der Modernisierungskosten jährlich auf die Miete umlegen (§ 559 BGB).
Mieterhöhungsverlangen
Schriftliche Erklärung des Vermieters, mit der er eine Mieterhöhung zur Vergleichsmiete fordert.
Mietkaution
Sicherheitsleistung des Mieters – maximal drei Nettokaltmieten (§ 551 BGB).
Mietkautionssparbuch
Sparkonto speziell für die Mietkaution – wird an den Vermieter verpfändet.
Mietminderung
Recht des Mieters, die Miete bei Mängeln der Wohnung anteilig zu kürzen (§ 536 BGB).
Mietpreisbremse
Gesetzliche Regelung, die Neuvertragsmieten auf maximal 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete begrenzt.
Mietrendite
Verhältnis von Mieteinnahmen zum Kaufpreis – wichtigste Kennzahl für Immobilieninvestoren.
Mietspiegel
Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete — Grundlage für Mieterhöhungen und Mietpreisbremse.
Mietvertrag
Vertragliche Grundlage für das Mietverhältnis — muss die Betriebskostenumlage ausdrücklich regeln.
Modernisierung
Bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Mietsache — Kosten können teilweise auf die Miete umgelegt werden.
Müllbeseitigung
Gebühren für die Abholung und Entsorgung von Hausmüll, Biomüll, Papier und Sperrmüll.
N
Nachzahlung
Betrag, den der Mieter nachzahlen muss, wenn die tatsächlichen Betriebskosten die Vorauszahlungen übersteigen.
Nahwärme
Wärmeversorgung mehrerer Gebäude über ein lokales Leitungsnetz – kleiner als Fernwärme.
Nebenkosten
Umgangssprachlicher Oberbegriff für alle zusätzlichen Kosten neben der Grundmiete.
Nebenkostenoptimierung
Systematische Analyse und Senkung der Betriebskosten – spart Mietern und Vermietern Geld.
Nebenkostenpauschale
Fester monatlicher Betrag für Betriebskosten ohne jährliche Abrechnung — Nachzahlungen entfallen.
Nettokaltmiete
Die reine Grundmiete ohne jegliche Betriebskosten — Basis für Mietspiegel und Mietpreisbremse.
Nettomietrendite
Mietrendite nach Abzug aller nicht umlagefähigen Kosten – realistischerer Ertragskennwert.
Niederschlagswasser
Regenwasser, das auf dem Grundstück anfällt – wird über die Niederschlagswassergebühr abgerechnet.
Niederschlagswassergebühr
Gebühr für die Ableitung von Regenwasser – bemessen nach versiegelter Grundstücksfläche.
Niedrigtemperaturkessel
Heizkessel, der mit gleitenden, niedrigeren Vorlauftemperaturen (30-75°C) arbeitet und dadurch effizienter als Konstanttemperaturkessel ist.
Nutzerwechselgebühr
Kosten für die Zwischenablesung und Neueinstellung der Verbrauchserfassungsgeräte bei Mieterwechsel.
O
OMS (Open Metering System)
Herstellerübergreifender Funkstandard für Verbrauchszähler nach EN 13757, der die Interoperabilität verschiedener Messgeräte sicherstellt.
Ordentliche Kündigung
Fristgerechte Kündigung des Mietverhältnisses unter Einhaltung der gesetzlichen Fristen.
Ortsübliche Miete
Durchschnittliche Miete für vergleichbare Wohnungen am gleichen Ort – Maßstab für Mieterhöhungen.
Ö
P
Pelletheizung
Biomasseheizung, die mit gepressten Holzpellets betrieben wird und als CO2-neutrale Alternative zu fossilen Brennstoffen gilt.
Pelletkosten
Kosten für Holzpellets als Brennstoff — umweltfreundliche Alternative zu Gas und Öl.
Personenanzahl
Verteilerschlüssel, bei dem die Betriebskosten nach der Anzahl der Bewohner pro Wohnung aufgeteilt werden.
Photovoltaik-Mieterstrom
Solarstrom vom Dach direkt an die Mieter im Gebäude – vergünstigt und klimafreundlich.
Präklusion
Prozessualer Ausschluss verspätet vorgebrachter Tatsachen oder Beweismittel im Verfahren.
Primärenergiebedarf
Gesamter Energiebedarf inklusive Erzeugung und Transport – zentraler Kennwert im Energieausweis.
Q
R
Rauchmelder-Wartung
Jährliche Funktionsprüfung der Rauchwarnmelder — Umlagefähigkeit als Betriebskosten umstritten.
Räumungsklage
Gerichtliche Klage des Vermieters auf Herausgabe der Wohnung nach wirksamer Kündigung.
Rechtsprechung
Gesamtheit der Gerichtsentscheidungen, die das geschriebene Recht konkretisieren und fortbilden.
Rechtsschutzversicherung (Vermieter)
Versicherung für Rechtsstreitigkeiten rund um die Vermietung – nicht auf Mieter umlagefähig.
Regenwassergebühr
Kommunale Gebühr für die Einleitung von Regenwasser in die Kanalisation – nach versiegelter Fläche.
Revision
Rechtsmittel zum BGH zur Überprüfung der rechtlichen Richtigkeit eines Berufungsurteils.
S
Schmutzwasser
Häusliches Abwasser aus Küche, Bad und WC – wird nach Frischwasserverbrauch berechnet.
Schneelast
Gewicht von Schnee auf dem Dach – muss bei der Gebäudestatik und Versicherung berücksichtigt werden.
Schönheitsreparaturen
Kosmetische Instandhaltung der Wohnung (Streichen, Tapezieren) — keine Betriebskosten.
Schornsteinreinigung
Gesetzlich vorgeschriebene Kehr- und Überprüfungsarbeiten durch den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger.
Smart Meter
Intelligente Messsysteme zur digitalen Erfassung und Übertragung von Verbrauchsdaten in Echtzeit.
Smart-Meter-Gateway
Kommunikationseinheit, die Messdaten von intelligenten Zählern sicher an Messdienstleister und Energieversorger übermittelt.
Sofortabzug (Werbungskosten)
Vollständige steuerliche Absetzung von Ausgaben im Jahr der Zahlung – gilt für Erhaltungsaufwand.
Solarthermie (Heizungsunterstützung)
Solaranlage, die Sonnenwärme für Heizung und Warmwasser nutzt – spart 20–30 % Heizenergie.
Sonderabschreibung (§ 7b EStG)
Zusätzliche Abschreibung von 5 % p.a. für neue Mietwohnungen in den ersten 4 Jahren.
Sondereigentum
Alleineigentum an einer Wohnung oder Räumen – Eigentümer trägt die Instandhaltung selbst.
Sonderumlage
Einmalige Sonderzahlung der WEG-Eigentümer für unvorhergesehene oder größere Ausgaben.
Spekulationssteuer bei Immobilien
Steuer auf den Veräußerungsgewinn bei Immobilienverkauf innerhalb von 10 Jahren nach Kauf.
Sperrfrist bei Mieterhöhung
Mindestens 12 Monate zwischen zwei Mieterhöhungen – schützt Mieter vor häufigen Anpassungen.
Spielplatzprüfung
Vorgeschriebene Sicherheitsüberprüfung von Spielplatzgeräten — als Betriebskosten umlagefähig.
Staffelmiete
Mietvereinbarung mit festgelegten Mieterhöhungen zu bestimmten Zeitpunkten — Betriebskosten separat.
Steuererklärung für Vermieter
Pflicht zur Abgabe der Anlage V bei Mieteinnahmen – auch bei Verlusten sinnvoll.
Steuerliche Förderung energetischer Sanierung
Selbstnutzer können 20 % der Sanierungskosten (max. 40.000 €) steuerlich absetzen (§ 35c EStG).
Straßenreinigung
Kommunale Gebühren für die Reinigung öffentlicher Straßen und Gehwege vor dem Grundstück.
Streupflicht
Pflicht zum Streuen von Gehwegen bei Glätte – Teil der Verkehrssicherungspflicht.
Submeter
Unterzähler zur detaillierten Erfassung von Verbrauchswerten einzelner Nutzeinheiten oder Gewerke.
T
Teilungserklärung
Grundlegendes Dokument der WEG – teilt das Gebäude in Sonder- und Gemeinschaftseigentum auf.
Tenor
Urteilsformel mit der verbindlichen Entscheidung des Gerichts über die Klageanträge.
Thermostatventil
Regelventil am Heizkörper, das die Raumtemperatur automatisch auf den eingestellten Wert regelt.
Trinkwasser
Wasser in Lebensmittelqualität – unterliegt der Trinkwasserverordnung und regelmäßigen Prüfungen.
Trinkwasseranlage
Gesamtheit aller Leitungen und Komponenten zur Trinkwasserversorgung eines Gebäudes.
Trinkwasserverordnung
Regelt die Qualitätsanforderungen an Trinkwasser — vorgeschriebene Legionellenprüfung als Betriebskosten.
U
Umlagefähigkeit
Eigenschaft einer Kostenposition, die es erlaubt, sie im Rahmen der Betriebskostenabrechnung auf Mieter umzulegen.
Umlageschlüssel
Synonym für Verteilerschlüssel — der Maßstab zur Aufteilung der Betriebskosten auf die Mieter.
Umsatzsteuer bei Vermietung
Wohnraumvermietung ist umsatzsteuerfrei – bei Gewerbevermietung kann optiert werden.
Untervermietung
Weitervermietung der Mietwohnung (oder Teilen davon) an Dritte – erfordert Erlaubnis des Vermieters.
Ü
V
Verbrauchsabrechnung
Abrechnung von Betriebskosten nach dem tatsächlichen Verbrauch des einzelnen Mieters.
Verbrauchsschlüssel
Anteil der Heizkosten, der nach tatsächlichem Verbrauch verteilt wird; mindestens 50%, höchstens 70% nach HeizkostenV.
Vergleich (Prozessvergleich)
Einvernehmliche Streitbeilegung vor Gericht mit verbindlicher Wirkung für beide Parteien.
Vergleichsmiete
Ortsübliche Miete für vergleichbare Wohnungen – Grundlage für Mieterhöhungen nach § 558 BGB.
Verkehrssicherungspflicht
Pflicht des Eigentümers, sein Grundstück so zu sichern, dass niemand zu Schaden kommt.
Versicherungen
Sach- und Haftpflichtversicherungen des Gebäudes, die als Betriebskosten umgelegt werden können.
Versiegelungsgrad
Anteil der befestigten Flächen am Grundstück – bestimmt die Höhe der Niederschlagswassergebühr.
Verteilerschlüssel
Maßstab, nach dem die Gesamtbetriebskosten auf die einzelnen Mieter aufgeteilt werden.
Verteilung von Erhaltungsaufwand
Wahlrecht, größeren Erhaltungsaufwand gleichmäßig auf 2–5 Jahre steuerlich zu verteilen.
Vertragsverletzung im Mietrecht
Verstoß gegen mietvertragliche Pflichten – kann zur Abmahnung und Kündigung führen.
Verwertung der Kaution
Zugriff des Vermieters auf die Kaution bei berechtigten Forderungen – auch während der Mietzeit.
Vollbenutzungsstunden
Kennzahl für die Auslastung einer Heizung – typisch 1.400–2.000 Stunden pro Jahr.
Vorauszahlung
Monatliche Abschlagszahlung des Mieters auf die zu erwartenden Betriebskosten.
W
Wärmebedarfsberechnung
Berechnung des jährlichen Heizenergiebedarfs eines Gebäudes – Basis für Sanierungsplanung.
Wärmedämmung
Dämmmaterial an Fassade, Dach und Keller zur Reduzierung von Wärmeverlusten und Heizkosten.
Wärmeleistung
Maximale Heizleistung einer Anlage in Kilowatt (kW) – muss zum Gebäude passen.
Wärmemengenzähler
Messgerät, das den tatsächlichen Wärmeverbrauch in Kilowattstunden (kWh) misst.
Wärmepumpe
Heizsystem, das Umweltwärme (Luft, Wasser, Erde) nutzt – erfüllt die 65-%-EE-Pflicht des GEG.
Warmmiete
Die Gesamtmiete inklusive aller Betriebskosten-Vorauszahlungen und Heizkosten.
Warmwasser
Kosten für die zentrale Warmwasserversorgung, ebenfalls verbrauchsabhängig nach HeizkostenV abzurechnen.
Warmwasserbereitung
Technisches System zur Erwärmung von Trinkwasser für Wohnungen und Gewerbeeinheiten.
Warmwasserzähler
Messgerät zur verbrauchsabhängigen Erfassung von erwärmtem Trinkwasser pro Nutzeinheit.
Wäschepflege
Kosten für den Betrieb einer gemeinschaftlichen Waschküche mit Waschmaschinen und Trocknern.
Wasserhärte
Kalkgehalt des Trinkwassers – beeinflusst Energieverbrauch und Wartungskosten der Heizung.
Wasserversorgung
Kosten für die Bereitstellung von Frischwasser, einschließlich Grundgebühren und Verbrauchskosten.
Wasserzähler
Messgerät für den Wasserverbrauch – Grundlage für die verbrauchsabhängige Wasserabrechnung.
Wasserzähler-Eichfrist
Gesetzlich vorgeschriebene Gültigkeitsdauer der Eichung eines Wasserzählers, nach der ein Austausch erfolgen muss.
WEG-Verwalter
Professionelle Verwaltung der Wohnungseigentümergemeinschaft – Bestellung durch Eigentümerbeschluss.
Werbungskosten bei Vermietung
Alle Ausgaben, die der Vermieter zur Erzielung von Mieteinnahmen aufwendet – steuerlich absetzbar.
Winterdienstpflicht
Räum- und Streupflicht bei Schnee und Eis – kann auf Mieter übertragen werden.
Wirtschaftlichkeitsgebot
Der Vermieter ist verpflichtet, bei Betriebskosten wirtschaftlich zu handeln und unnötige Kosten zu vermeiden.
Witterungskorrektur
Rechnerische Anpassung des Heizenergieverbrauchs an ein Durchschnittsjahr zur Vergleichbarkeit verschiedener Abrechnungsperioden.
Wohneinheiten
Verteilerschlüssel, bei dem jede Wohnung den gleichen Anteil an den Betriebskosten trägt.
Wohnfläche
Die nach Wohnflächenverordnung berechnete Fläche einer Wohnung — wichtigster Verteilerschlüssel.
Wohnflächenberechnung
Ermittlung der Wohnfläche nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) — entscheidend für den Verteilerschlüssel.
Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG)
Gemeinschaft aller Wohnungseigentümer einer Anlage – verwaltet das Gemeinschaftseigentum.
Wohnungsübergabe
Formelle Übergabe der Wohnung bei Ein- oder Auszug – Zustand wird dokumentiert.
Z
Zählerplombe
Sicherheitssiegel an Verbrauchszählern zum Schutz vor Manipulation und unbefugter Öffnung.
Zählerstand
Aktueller Anzeigewert eines Verbrauchszählers zu einem bestimmten Ablesezeitpunkt.
Zahlungsverzug bei Miete
Rückstand von zwei Monatsmieten berechtigt den Vermieter zur fristlosen Kündigung.
Zeitmietvertrag
Mietvertrag mit festem Enddatum – nur bei konkretem Befristungsgrund zulässig (§ 575 BGB).
Zentralheizung
Heizungsanlage, die von einem zentralen Wärmeerzeuger aus das gesamte Gebäude mit Wärme versorgt.
Zustandszahl (Erdgas)
Korrekturfaktor für Temperatur und Druck bei der Umrechnung von Gasvolumen in Energie.
Zustimmungspflicht bei Mieterhöhung
Mieter müssen einer berechtigten Mieterhöhung zustimmen – sonst kann der Vermieter klagen.
Zwischenablesung
Außerplanmäßige Ablesung der Verbrauchszähler bei Mieterwechsel während des Abrechnungszeitraums.