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Von Maklerkosten über Spekulationssteuer bis zur Grundschuldlöschung — erfahren Sie, welche Nebenkosten beim Wohnungs- und Hausverkauf anfallen und wie Sie als Verkäufer gezielt sparen können.
Diese Kosten können beim Verkauf einer Immobilie auf den Verkäufer zukommen. Die tatsächliche Höhe hängt von individuellen Faktoren wie Besitzdauer, laufenden Krediten und Marktsituation ab.
| Kostenart | Typische Spanne |
|---|---|
| Maklerkosten (Verkäuferanteil) | 1,785–3,57 % |
| Vorfälligkeitsentschädigung | 0–1 % |
| Spekulationssteuer | 0–45 % |
| Energieausweis | 50–500 € |
| Löschung Grundschuld | 200–500 € |
| Wertgutachten (optional) | 500–2.000 € |
| Home Staging (optional) | 500–5.000 € |
| Renovierung / Schönheitsreparaturen | variabel |
So könnten die Verkaufsnebenkosten bei einem Wohnungsverkauf für 300.000 Euro aussehen — Immobilie seit über 10 Jahren im Besitz, kein laufender Kredit, Verkauf mit Makler:
Das entspricht ca. 4.5 % des Verkaufspreises. Ohne Makler (Privatverkauf) würden die Kosten auf ca. 2.650 Euro sinken.
Die Spekulationssteuer ist oft der größte Kostenfaktor beim Immobilienverkauf. Sie fällt an, wenn Sie eine Immobilie innerhalb der 10-Jahres-Frist nach dem Kauf mit Gewinn verkaufen. Der Gewinn wird dann mit Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz (bis zu 45 %) besteuert.
Kaufpreis 2020: 200.000 Euro, Verkaufspreis 2026: 300.000 Euro, Gewinn: 100.000 Euro
Bei einem persönlichen Steuersatz von 35 % ergibt sich eine Spekulationssteuer von 35.000 Euro. Durch Abzug von Werbungskosten (Makler, Renovierung, Notar) lässt sich der steuerpflichtige Gewinn reduzieren.
Ohne Makler sparen Sie als Verkäufer 1,785–3,57 % des Kaufpreises. Bei 300.000 Euro sind das bis zu 10.710 Euro. Online-Portale ermöglichen eine professionelle Vermarktung auch ohne Makler.
Wenn möglich, warten Sie mit dem Verkauf bis die 10-Jahres-Frist abgelaufen ist. Die Spekulationssteuer kann bei hohen Wertsteigerungen den größten Einzelposten darstellen.
Prüfen Sie, ob Ihr Kreditvertrag ein Sonderkündigungsrecht nach 10 Jahren vorsieht (§ 489 BGB). Alternativ kann der Käufer den Kredit übernehmen — das spart die Vorfälligkeitsentschädigung komplett.
Beim Immobilienverkauf tragen Käufer und Verkäufer jeweils unterschiedliche Nebenkosten. Der Käufer zahlt in der Regel deutlich mehr, da Grunderwerbsteuer und Notar-/Grundbuchkosten auf seine Seite fallen.
| Kostenart | Verkäufer | Käufer |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer (3,5–6,5 %) | -- | Ja |
| Notar & Grundbuch (ca. 1,5–2 %) | -- | Ja |
| Maklerkosten (je 50 %) | Ja | Ja |
| Vorfälligkeitsentschädigung | Ja | -- |
| Spekulationssteuer | Ja | -- |
| Energieausweis | Ja | -- |
| Löschung Grundschuld | Ja | -- |
| Grundschuldeintragung (Käufer) | -- | Ja |
Berechnen Sie die Käufer-Nebenkosten mit unserem Kaufnebenkosten-Rechner für alle 16 Bundesländer.
Beim Immobilienverkauf zahlen Verkäufer typischerweise: Maklerkosten (1,785–3,57 % des Kaufpreises), ggf. Vorfälligkeitsentschädigung bei laufendem Kredit (0–1 % der Restschuld), Spekulationssteuer bei Verkauf innerhalb von 10 Jahren, Kosten für den Energieausweis (50–500 Euro), Löschung der Grundschuld (200–500 Euro) und optional Wertgutachten oder Home Staging.
Die Spekulationssteuer fällt an, wenn Sie eine Immobilie innerhalb von 10 Jahren nach dem Kauf mit Gewinn verkaufen. Ausnahme: Wenn Sie die Immobilie im Verkaufsjahr und den beiden vorangegangenen Jahren selbst bewohnt haben, ist der Verkauf steuerfrei — auch innerhalb der 10-Jahres-Frist.
Seit Dezember 2020 gilt bei Wohnimmobilien die gesetzliche Provisionsteilung: Verkäufer und Käufer zahlen jeweils die Hälfte der Maklerprovision. Üblich sind insgesamt 3,57–7,14 % (inkl. MwSt.), sodass auf den Verkäufer 1,785–3,57 % entfallen. In vielen Regionen liegt die Gesamtprovision bei 7,14 %, also 3,57 % pro Seite.
Ja, ein Privatverkauf ist jederzeit möglich und spart die komplette Maklerprovision. Allerdings müssen Sie dann selbst Exposés erstellen, Besichtigungen durchführen und den Verkaufsprozess managen. Online-Plattformen wie ImmoScout24 oder eBay Kleinanzeigen ermöglichen Privatverkäufe — rechnen Sie aber mit Inseratskosten.
Käufer zahlen Grunderwerbsteuer (3,5–6,5 %), Notar- und Grundbuchkosten (ca. 1,5–2 %) sowie ihren Makleranteil. Verkäufer tragen dagegen Maklerkosten (50 % Anteil), ggf. Vorfälligkeitsentschädigung, Spekulationssteuer, Energieausweis und Grundschuldlöschung. Die Käufer-Nebenkosten sind in der Regel deutlich höher.
Sie möchten wissen, was der Käufer Ihrer Immobilie an Nebenkosten zahlt? Nutzen Sie unseren Kaufnebenkosten-Rechner mit Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Makler für alle 16 Bundesländer.
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