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Der Betriebskostenspiegel — auch als Betriebskosten-Spiegel bekannt — zeigt alle 17 Kostenarten im Überblick: mit durchschnittlichen Nebenkosten pro m², Vergleich nach Bundesland und Entwicklung der Betriebskosten. Prüfen Sie, ob Ihre Nebenkosten im Rahmen liegen.
Durchschnittliche Betriebskosten pro Quadratmeter und Monat im Abrechnungsjahr 2024.
| Nr. | Kostenart | Durchschnitt |
|---|---|---|
| 1 | Wasserversorgung | 0,24 €/m² |
| 2 | Entwässerung | 0,20 €/m² |
| 3 | Heizung | 1,07 €/m² |
| 4 | Warmwasser | 0,25 €/m² |
| 5 | Aufzug | 0,16 €/m² |
| 6 | Straßenreinigung | 0,05 €/m² |
| 7 | Müllbeseitigung | 0,24 €/m² |
| 8 | Gebäudereinigung | 0,19 €/m² |
| 9 | Gartenpflege | 0,12 €/m² |
| 10 | Beleuchtung | 0,06 €/m² |
| 11 | Schornsteinfeger | 0,04 €/m² |
| 12 | Versicherung | 0,22 €/m² |
| 13 | Hauswart | 0,20 €/m² |
| 14 | Gemeinschaftsantenne/Kabel | 0,08 €/m² |
| 15 | Einrichtungen für die Wäschepflege | 0,06 €/m² |
| 16 | Sonstige Betriebskosten | 0,10 €/m² |
| GESAMT | 2,67 €/m² |
Grundsteuer (Nr. 1 BetrKV) ist nicht einzeln aufgeführt, da sie stark von der Kommune abhängt und im Durchschnitt bereits in den Gesamtkosten enthalten ist.
Die Nebenkosten unterscheiden sich je nach Region deutlich. Hier die wichtigsten Vergleichswerte.
Westdeutsche Bundesländer haben im Schnitt leicht niedrigere Betriebskosten, allerdings mit großen Unterschieden zwischen Großstädten und ländlichen Regionen.
In Ostdeutschland sind die Betriebskosten insgesamt etwas höher, was u. a. auf höhere Heiz- und Warmwasserkosten sowie Fernwärme zurückzuführen ist.
| Rang | Bundesland / Stadt | Durchschnitt |
|---|---|---|
| 1 | Berlin | 2,81 €/m² |
| 2 | Hamburg | 2,73 €/m² |
| 3 | Nordrhein-Westfalen | 2,69 €/m² |
| 4 | Hessen | 2,61 €/m² |
| 5 | Bayern | 2,58 €/m² |
Was zahlen Mieter in Deutschland aktuell an Betriebskosten pro Quadratmeter? Die neuesten Zahlen aus dem Abrechnungsjahr 2024 geben einen klaren Überblick.
Durchschnitt 2025
2,67 €
pro m²/Monat
Vorjahr 2024
2,73 €
pro m²/Monat
Veränderung
−2,2 %
Rückgang
Die durchschnittlichen Nebenkosten pro qm 2025 — auch als Betriebskosten pro qm 2025 bezeichnet — liegen im bundesweiten Durchschnitt bei 2,67 € pro Quadratmeter und Monat. Diese Zahl basiert auf dem Abrechnungsjahr 2024 und wurde vom Deutschen Mieterbund im Dezember 2025 veröffentlicht. Gegenüber dem Vorjahr (2,73 €/m²) bedeutet das einen Rückgang um rund 2,2 % — die erste spürbare Entlastung nach der Energiekrise.
Die Aufschlüsselung nach Kostenarten zeigt, wo das Geld tatsächlich hinfließt: Den größten Posten bilden die Heizkosten mit 1,07 €/m², gefolgt von Wasser und Abwasser (zusammen 0,44 €/m²), Müllbeseitigung (0,24 €/m²), Versicherung (0,22 €/m²) und Hauswartkosten (0,20 €/m²). Allein die Heizung macht damit rund 40 % der gesamten Betriebskosten pro Quadratmeter aus.
Der Rückgang um 2,2 % gegenüber 2024 ist vor allem auf sinkende Energiepreise zurückzuführen. Die Gaspreise auf dem Weltmarkt normalisierten sich weiter, und die staatlichen Preisbremsen zeigten nachhaltende Wirkung. Gleichzeitig stiegen kommunale Gebühren wie Müllabfuhr (+4,3 %) und Versicherungsprämien (+4,8 %) leicht an — diese Erhöhungen konnten den Rückgang bei den Energiekosten jedoch nicht kompensieren.
Rechenbeispiel: Für eine durchschnittliche 80-m²-Wohnung ergeben sich bei 2,67 €/m² monatliche Betriebskosten von 213,60 € — das sind 2.563,20 € im Jahr. Im Vorjahr waren es noch 218,40 € pro Monat (2.620,80 €/Jahr), also knapp 5 € monatlich weniger. Die Spanne ist dabei erheblich: Im günstigsten Fall zahlen Mieter nur rund 120 €/Monat, im teuersten Fall über 294 €/Monat.
Ob Ihre persönlichen Betriebskosten pro Quadratmeter über oder unter dem Durchschnitt liegen, können Sie mit unserem kostenlosen Nebenkostenrechner in wenigen Minuten herausfinden. Geben Sie einfach Ihre Wohnfläche und die einzelnen Kostenarten ein — der Rechner vergleicht Ihre Werte automatisch mit den aktuellen Durchschnittswerten 2025.
Bayern liegt mit durchschnittlich 2,58 €/m² unter dem Bundesdurchschnitt — doch die Unterschiede innerhalb des Freistaats sind erheblich.
München
2,95 €
pro m²/Monat
Nürnberg
2,62 €
pro m²/Monat
Ländlich Bayern
2,28 €
pro m²/Monat
München ist mit 2,95 €/m² die teuerste Stadt Bayerns. Hauptgründe sind die hohe Grundsteuer (Hebesatz 535%), teure Gebäudereinigung und überdurchschnittliche Versicherungsprämien. In einer 80-m²-Wohnung zahlen Münchner Mieter rund 236 € monatlich an Nebenkosten.
Nürnberg und Augsburg liegen mit 2,55–2,62 €/m² nahe am bayerischen Durchschnitt. Die Heizkosten sind hier wegen der kontinentalen Lage etwas höher als im milderen Südbayern.
Ländliche Regionen (Oberpfalz, Niederbayern, Schwaben) profitieren von niedrigen Grundsteuern, günstigen Müllgebühren und oft eigener Wasserversorgung. Hier liegen die Betriebskosten bei nur 2,20–2,40 €/m².
Besonderheit Bayern: Der Freistaat hat die niedrigsten Müllgebühren aller westdeutschen Bundesländer (0,18 €/m² vs. 0,24 €/m² Bundesdurchschnitt), dafür aber höhere Heizkosten im Alpenvorland wegen der kälteren Winter.
Detaillierte Nebenkosten für Bayern nach Stadt vergleichen →
Der Nebenkostenspiegel 2024 basiert auf dem Abrechnungsjahr 2023/2024 und zeigt erstmals eine leichte Entspannung nach der Energiekrise.
Der Nebenkostenspiegel 2024 (basierend auf Daten des Deutschen Mieterbundes) zeigt eine Entspannung bei den Energiekosten: Heiz- und Warmwasserkosten sanken um insgesamt 6,5%. Die Preisbremsen der Bundesregierung und sinkende Gaspreise auf dem Weltmarkt wirkten sich positiv aus.
Dagegen stiegen kommunale Gebühren weiter: Müllabfuhr (+4,3%), Straßenreinigung (+3,2%) und Grundsteuer (regional unterschiedlich). Auch Gebäudeversicherungen (+4,8%) verteuerten sich durch Unwetterschäden und höhere Wiederherstellungskosten.
Für eine 80-m²-Wohnung ergeben sich im Nebenkostenspiegel 2024 durchschnittlich 213,60 € pro Monat oder 2.563 € im Jahr. Im teuersten Fall (alle Maximalwerte) können es bis zu 294,40 € monatlich sein.
Der Betriebskostenspiegel 2025 basiert auf dem Abrechnungsjahr 2024 und wird voraussichtlich Ende 2026 vom Deutschen Mieterbund veröffentlicht. Hier die erwarteten Entwicklungen.
Der Betriebskostenspiegel 2025 wird die Abrechnungsdaten des Jahres 2024 auswerten. Auf Basis der bereits vorliegenden Daten zum Betriebskostenspiegel 2024 (2,67 €/m²) lassen sich folgende Trends für den Betriebskostenspiegel 2025 ableiten:
CO₂-Preis steigt auf 55 €/Tonne: Seit dem 01.01.2025 liegt der CO₂-Preis bei 55 € pro Tonne (zuvor 45 €). Das erhöht die Heizkosten für Gas um ca. 0,2 Cent/kWh und für Öl um ca. 0,3 Cent/kWh. Für eine 80-m²-Wohnung mit Gasheizung bedeutet das Mehrkosten von rund 15–20 € pro Jahr. Die CO₂-Kosten werden zwischen Mieter und Vermieter nach dem Stufenmodell aufgeteilt.
Heizkosten stabil bis leicht steigend: Die Gaspreise auf dem Weltmarkt haben sich 2024 weiter stabilisiert. Experten erwarten für den Betriebskostenspiegel 2025 Heizkosten von rund 1,05–1,10 €/m² — auf ähnlichem Niveau wie 2024 (1,07 €/m²).
Kommunale Gebühren steigen weiter: Müllgebühren, Straßenreinigung und Grundsteuer werden in vielen Kommunen erneut angehoben. Durch die Grundsteuerreform 2025 verändern sich die Hebesätze in vielen Gemeinden — in einigen Fällen deutlich nach oben.
Prognose Gesamtkosten: Der Betriebskostenspiegel 2025 dürfte bei rund 2,65–2,75 €/m² liegen — nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Die leicht steigenden CO₂-Kosten und kommunalen Gebühren werden durch weiterhin moderate Energiepreise größtenteils kompensiert.
Der Betriebskostenspiegel 2023 basiert auf dem Abrechnungsjahr 2022/2023 und markiert den Höhepunkt der Nebenkostenbelastung nach der Energiekrise.
Durchschnitt 2023
2,73 €
pro m²/Monat
Vorjahr 2022
2,88 €
pro m²/Monat
Veränderung
−5,2 %
Rückgang
Der Betriebskostenspiegel 2023 zeigt mit durchschnittlich 2,73 €/m² pro Monat zwar einen Rückgang gegenüber dem Krisenjahr 2022 (2,88 €/m²), lag aber noch deutlich über dem Vor-Krisen-Niveau von 2021 (2,28 €/m²). Die Daten basieren auf dem Abrechnungsjahr 2022/2023 und wurden vom Deutschen Mieterbund veröffentlicht.
Haupttreiber der hohen Kosten im Nebenkostenspiegel 2023 waren die Heizkosten mit 1,15 €/m² — ein Allzeithoch, das durch die Gaspreisexplosion infolge des Ukraine-Krieges verursacht wurde. Obwohl die Gaspreise auf dem Weltmarkt ab Mitte 2023 bereits sanken, schlugen die hohen Einkaufspreise des Winters 2022/23 erst mit Verzögerung auf die Nebenkostenabrechnungen durch.
Die von der Bundesregierung eingeführte Gaspreisbremse (12 Cent/kWh für 80% des Vorjahresverbrauchs) und die Ölpreisbremse wirkten sich erst ab Mitte 2023 spürbar auf die Abrechnungen aus. Viele Mieter erhielten daher noch für den Abrechnungszeitraum 2022/23 hohe Nachzahlungen, bevor die Entlastungen in den Folgeabrechnungen sichtbar wurden.
Rechenbeispiel: Für eine durchschnittliche 80-m²-Wohnung ergaben sich im Betriebskostenspiegel 2023 monatliche Nebenkosten von 218,40 € — das sind 2.620,80 € im Jahr. Zum Vergleich: 2024 sank dieser Wert auf 213,60 €/Monat (2.563 €/Jahr), also eine Entlastung von knapp 5 € pro Monat.
Neben den Energiekosten stiegen im Nebenkostenspiegel 2023 auch kommunale Gebühren weiter: Müllbeseitigung, Straßenreinigung und Grundsteuer wurden in vielen Gemeinden angehoben. Versicherungsprämien kletterten aufgrund zunehmender Unwetterschäden und höherer Wiederherstellungskosten ebenfalls nach oben. Der Betriebskostenspiegel 2023 gilt daher als der teuerste in der Geschichte der Auswertung.
Die Nebenkosten sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen — vor allem durch die Energiekrise.
2020
2,19 €
pro m²
2021
2,28 €
pro m²
2022
2,88 €
pro m²
2023
2,73 €
pro m²
2024
2,67 €
pro m²
2020–2021: Moderater Anstieg um rund 4% — getrieben durch leicht steigende Energiepreise und höhere Entsorgungsgebühren.
2022 — Energiekrise: Sprunghafter Anstieg um über 26% auf 2,88 €/m². Die explodierenden Gas- und Ölpreise nach dem russischen Angriff auf die Ukraine trieben vor allem die Heizkosten in die Höhe. Viele Mieter mussten Nachzahlungen von mehreren hundert Euro leisten.
2023–2024: Stabilisierung und leichter Rückgang. Die Energiepreise normalisierten sich, staatliche Preisbremsen zeigten Wirkung. Mit 2,67 €/m² liegen die Kosten 2024 aber noch deutlich über dem Vor-Krisen-Niveau.
Ausblick 2025: Experten erwarten stabile bis leicht steigende Nebenkosten. Der CO₂-Preis steigt auf 55 €/Tonne, was die Heizkosten um ca. 2–3% erhöhen dürfte. Gleichzeitig senken energetische Sanierungen langfristig die Kosten.
Nicht alle Kosten, die einem Vermieter entstehen, dürfen auf die Mieter umgelegt werden. Diese Positionen dürfen nicht in der Nebenkostenabrechnung erscheinen:
Kosten für die Hausverwaltung, Buchführung, Kontoführung und Eigentümerversammlungen.
Alle Maßnahmen zur Behebung von Mängeln und Schäden, z. B. Rohrreparaturen, Dachsanierung.
Rückstellungen für zukünftige Reparaturen bei Eigentümergemeinschaften (WEG).
Finanzierungskosten, Darlehenszinsen und Kontogebühren des Vermieters.
Kosten für leerstehende Wohnungen — diese trägt der Vermieter allein.
Versicherungen gegen Mietausfall sind reine Vermieterkosten und nicht umlagefähig.
Kosten für neue Einrichtungen (z. B. Spielplatz, Fahrradständer) oder energetische Modernisierung — sofern nicht als Modernisierungsumlage vereinbart.
Juristische Kosten des Vermieters, auch bei Mietstreitigkeiten oder Räumungsklagen.
Finden Sie eine dieser Positionen in Ihrer Nebenkostenabrechnung, können Sie Widerspruch einlegen. Unser Ratgeber zu nicht umlagefähigen Kosten erklärt die Details.
Der Betriebskostenspiegel ist eine jährliche Auswertung des Deutschen Mieterbundes, die die durchschnittlichen Betriebskosten pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat in Deutschland auflistet. Er dient Mietern und Vermietern als Orientierungshilfe zur Einschätzung, ob die eigenen Nebenkosten im Rahmen liegen.
Die durchschnittlichen Nebenkosten liegen laut Betriebskostenspiegel 2024 bei 2,67 Euro pro Quadratmeter und Monat. Bei einer 80-m²-Wohnung entspricht das rund 213 Euro monatlich oder 2.563 Euro im Jahr. Die tatsächlichen Kosten können je nach Standort, Gebäudezustand und Verbrauch erheblich abweichen.
Die Heizkosten sind mit durchschnittlich 1,07 Euro pro Quadratmeter und Monat die mit Abstand teuerste Betriebskostenart. Sie machen rund 40% der gesamten Nebenkosten aus. An zweiter Stelle stehen Warmwasser (0,25 €/m²) und Wasserversorgung (0,24 €/m²).
Im Durchschnitt ja. Die neuen Bundesländer liegen mit etwa 2,27 Euro pro Quadratmeter unter dem Bundesdurchschnitt (2,67 €/m²). Allerdings haben Städte wie Berlin (2,81 €/m²) deutlich höhere Kosten. Die günstigsten Regionen sind Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen.
Ja, der Betriebskostenspiegel ist ein gutes Werkzeug zur Plausibilitätsprüfung. Vergleichen Sie die einzelnen Kostenarten Ihrer Abrechnung mit den Durchschnittswerten. Weichen einzelne Positionen stark nach oben ab, sollten Sie die Belege anfordern und prüfen. Nutzen Sie unseren kostenlosen Nebenkostenrechner für eine detaillierte Analyse.
In Bayern liegen die durchschnittlichen Betriebskosten bei 2,58 Euro pro Quadratmeter und Monat — damit liegt Bayern leicht unter dem Bundesdurchschnitt von 2,67 €/m². München ist mit rund 2,95 €/m² deutlich teurer als ländliche Regionen Bayerns (ca. 2,20–2,40 €/m²). Haupttreiber sind die hohen Heizkosten im Alpenvorland und die Münchner Grundsteuer.
Der Nebenkostenspiegel 2024 zeigt einen leichten Rückgang der Durchschnittskosten von 2,73 €/m² (2023) auf 2,67 €/m² (2024). Der Hauptgrund ist die Normalisierung der Energiepreise nach der Krise 2022. Heizkosten sanken von 1,15 auf 1,07 €/m², während Müllgebühren und Versicherungen leicht gestiegen sind.
Einen offiziellen bayerischen Betriebskostenspiegel 2025 gibt es nicht — der Deutsche Mieterbund veröffentlicht nur bundesweite Daten. Für Bayern können Sie die bundesweiten Werte als Orientierung nutzen und regionale Abweichungen einkalkulieren: München und Nürnberg liegen über dem Schnitt, ländliche Gebiete darunter. Unser Nebenkostenrechner berücksichtigt regionale Unterschiede automatisch.
Quelle: Deutscher Mieterbund, Betriebskostenspiegel für Abrechnungsjahr 2024 (veröffentlicht Dezember 2025). Alle Angaben ohne Gewähr, gerundete Durchschnittswerte.
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