Pelletheizung
Biomasseheizung, die mit gepressten Holzpellets betrieben wird und als CO2-neutrale Alternative zu fossilen Brennstoffen gilt.
Eine Pelletheizung ist ein Heizsystem, das mit genormten Holzpellets (kleine, zylindrische Presslinge aus Holzspänen und Sägemehl) betrieben wird. Die Pellets werden automatisch aus einem Lagerraum oder -silo zum Brenner transportiert, wodurch ein ähnlicher Komfort wie bei Gas- oder Ölheizungen erreicht wird.
Pelletheizungen gelten als nahezu CO2-neutral, da beim Verbrennen nur die Menge CO2 freigesetzt wird, die der Baum während seines Wachstums gebunden hat. Die Pellet-Kosten sind mittelfristig oft stabiler als die Preise für Öl oder Gas. Der Wirkungsgrad moderner Pelletkessel liegt bei 90-95%, bei Brennwerttechnik auch darüber.
Nach Heizkostenverordnung sind sowohl Brennstoff- als auch Betriebskosten auf die Mieter umlegbar. Investitionen in Pelletheizungen werden durch BAFA-Förderung und KfW-Förderung unterstützt. Bei der CO2-Kostenaufteilung zwischen Vermieter und Mieter entfällt die CO2-Abgabe, da Biomasse davon ausgenommen ist.
Verwandte Begriffe
Pelletkosten
Kosten für Holzpellets als Brennstoff — umweltfreundliche Alternative zu Gas und Öl.
CO2-Kostenaufteilung
Seit 2023 müssen Vermieter einen Teil der CO2-Abgabe übernehmen — abhängig von der Energieeffizienz des Gebäudes.
Brennwerttechnik
Heiztechnik, die zusätzlich Kondensationswärme aus Abgasen nutzt und dadurch einen Wirkungsgrad über 100% erreicht.
BAFA-Förderung (Heizung)
Staatliche Zuschüsse für den Heizungstausch – bis zu 70 % Förderung durch das BAFA.
Heizkostenverordnung (HeizkostenV)
Verordnung, die die verbrauchsabhängige Abrechnung von Heiz- und Warmwasserkosten vorschreibt.