Nahwärme
Wärmeversorgung mehrerer Gebäude über ein lokales Leitungsnetz – kleiner als Fernwärme.
Nahwärme bezeichnet die leitungsgebundene Wärmeversorgung eines Quartiers oder einer Siedlung über ein lokales Wärmenetz. Im Unterschied zur Fernwärme handelt es sich um ein räumlich begrenztes Netz.
Typische Wärmequellen
- Blockheizkraftwerk (BHKW)
- Biomassekessel (Hackschnitzel, Pellets)
- Solarthermie (mit saisonalem Speicher)
- Großwärmepumpe
Vorteile
- Höhere Effizienz durch zentrale Erzeugung
- Keine eigene Heizung im Gebäude nötig
- Deckt den Wärmebedarf je nach Quelle überwiegend erneuerbar
- Geringere Wartungskosten für den einzelnen Eigentümer
Kosten
Anschlusskosten: 3.000–10.000 € pro Wohneinheit. Wärmepreis: 8–14 ct/kWh. Die Anschlusskosten sind als Betriebskosten nicht umlagefähig, die laufenden Wärmekosten hingegen schon.
Verwandte Begriffe
Fernwärme
Zentrale Wärmeversorgung über ein Leitungsnetz — Alternative zu eigener Heizungsanlage im Gebäude.
Blockheizkraftwerk (BHKW)
Anlage, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt – hoher Gesamtwirkungsgrad von bis zu 90 %.
Gebäudeenergiegesetz (GEG)
Zentrales Gesetz für energetische Anforderungen an Gebäude – wird 2026 durch das GModG abgelöst; die einheitliche 65-%-EE-Pflicht entfällt.
Heizkosten
Kosten für die zentrale Beheizung des Gebäudes, die nach Heizkostenverordnung verbrauchsabhängig abzurechnen sind.