Nebenkostenpauschale
Fester monatlicher Betrag für Betriebskosten ohne jährliche Abrechnung — Nachzahlungen entfallen.
Bei einer Nebenkostenpauschale zahlt der Mieter einen festen monatlichen Betrag für die Betriebskosten. Im Gegensatz zur Vorauszahlung erfolgt keine jährliche Abrechnung — der Betrag ist endgültig.
Vor- und Nachteile
- Vorteil Mieter: Planungssicherheit, keine Nachzahlungen
- Vorteil Vermieter: Kein Abrechnungsaufwand
- Nachteil: Heizkosten müssen trotzdem nach HeizkostenV abgerechnet werden
Wichtig
- Pauschale muss angemessen sein
- Erhöhung nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich
- Heizkosten können nicht pauschaliert werden (HeizkostenV)
In der Praxis wird die Pauschale vor allem bei möblierten Wohnungen und Untervermietungen verwendet.
Weiterführende Inhalte zu „Nebenkostenpauschale"
Passende Ratgeber und Rechner, um Nebenkostenpauschale direkt anzuwenden.
Ratgeber-Artikel
Nebenkostenpauschale oder Vorauszahlung: der Unterschied
Pauschale, Vorauszahlung und Inklusivmiete im Vergleich: wann der Vermieter die Pauschale erhöhen darf, warum er sie bei sinkenden Kosten senken muss und was für Heizkosten gilt.
Nebenkostenklausel im Mietvertrag: wirksam oder nicht?
Was die Nebenkostenklausel enthalten muss, warum der Verweis auf die Betriebskosten genügt, welche Klauseln unwirksam sind und wie sie sich später ändern lässt, mit Musterklausel.
Verwandte Begriffe
Vorauszahlung
Monatliche Abschlagszahlung des Mieters auf die zu erwartenden Betriebskosten.
Bruttomiete
Miete, die bereits alle oder einen Teil der Betriebskosten enthält (Inklusivmiete).
Heizkostenverordnung (HeizkostenV)
Verordnung, die die verbrauchsabhängige Abrechnung von Heiz- und Warmwasserkosten vorschreibt.
Mietvertrag
Vertragliche Grundlage für das Mietverhältnis — muss die Betriebskostenumlage ausdrücklich regeln.