Versiegelungsgrad
Anteil der befestigten Flächen am Grundstück – bestimmt die Höhe der Niederschlagswassergebühr.
Der Versiegelungsgrad gibt an, wie viel Prozent der Grundstücksfläche mit wasserundurchlässigen Materialien befestigt ist. Er ist die Berechnungsgrundlage für die Niederschlagswassergebühr.
Versiegelungsarten und Abflussfaktoren
- Vollversiegelung (Beton, Asphalt, Dach): Faktor 0,9–1,0
- Teilversiegelung (Pflaster mit Fugen): Faktor 0,5–0,7
- Gründach: Faktor 0,3–0,5
- Schotterrasen: Faktor 0,3
- Unversiegelt (Rasen, Beet): Faktor 0,0
Auswirkungen
- Hoher Versiegelungsgrad = höhere Niederschlagswassergebühr
- Entsiegelungsmaßnahmen werden von manchen Kommunen bezuschusst
Die Ermittlung erfolgt durch die Kommune anhand von Luftbildern oder Selbstauskunft. Eigentümer können durch Entsiegelung, Versickerungsmulden oder Dachbegrünung die Gebühren erheblich senken.
Verwandte Begriffe
Niederschlagswassergebühr
Gebühr für die Ableitung von Regenwasser – bemessen nach versiegelter Grundstücksfläche.
Niederschlagswasser
Regenwasser, das auf dem Grundstück anfällt – wird über die Niederschlagswassergebühr abgerechnet.
Regenwassergebühr
Kommunale Gebühr für die Einleitung von Regenwasser in die Kanalisation – nach versiegelter Fläche.
Entwässerung
Kosten für die Ableitung von Schmutz- und Regenwasser über die kommunale Kanalisation.