Heizwert
Energiegehalt eines Brennstoffs ohne Kondensationswärme – niedrigerer Wert als Brennwert.
Der Heizwert (Hi, auch unterer Heizwert) gibt die Energiemenge an, die bei der vollständigen Verbrennung eines Brennstoffs frei wird, ohne die im Wasserdampf enthaltene Kondensationswärme.
Heizwerte gängiger Brennstoffe
- Erdgas H: 10,0 kWh/m³ (Brennwert: 11,1 kWh/m³)
- Heizöl: 9,8 kWh/l (Brennwert: 10,6 kWh/l)
- Holzpellets: 4,8 kWh/kg
- Scheitholz: 3,8–4,2 kWh/kg (lufttrocken)
Heizwert vs. Brennwert
Der Brennwert liegt ca. 10 % über dem Heizwert. Alte Heizungsanlagen (Niedertemperaturkessel) nutzen nur den Heizwert. Moderne Brennwertkessel nutzen zusätzlich die Kondensationswärme und erreichen daher höhere Wirkungsgrade.
In der Nebenkostenabrechnung wird in der Regel der Brennwert zugrunde gelegt, da Brennwertkessel heute Standard sind.
Verwandte Begriffe
Brennwert (Erdgas)
Energiegehalt von Erdgas inklusive Kondensationswärme – Grundlage für die Heizkostenabrechnung.
Brennstoffkosten
Kosten für den Kauf von Heizmaterial wie Gas, Öl oder Pellets — größter Posten der Heizkosten.
Heizkosten
Kosten für die zentrale Beheizung des Gebäudes, die nach Heizkostenverordnung verbrauchsabhängig abzurechnen sind.
Heizölverbrauch
Durchschnittlicher Heizölverbrauch pro m² – wichtiger Kennwert für ölbeheizte Gebäude.