Leerstandsquote
Anteil der leerstehenden Wohnungen am Gesamtbestand – wichtiger Indikator für den Wohnungsmarkt.
Die Leerstandsquote gibt den Anteil der unvermieteten Wohnungen am gesamten Wohnungsbestand einer Region an. Sie ist ein wichtiger Indikator für die Anspannung des Wohnungsmarktes.
Einordnung
- Unter 2 %: Sehr angespannter Markt (kaum Wohnungen verfügbar)
- 2–4 %: Funktionsfähiger Markt (gesunde Fluktuation)
- Über 5 %: Entspannter bis überversorgter Markt
- Über 10 %: Struktureller Leerstand (Schrumpfungsregionen)
Auswirkungen auf Vermieter
- Niedriger Leerstand: Höhere Mieten durchsetzbar, schnelle Neuvermietung
- Hoher Leerstand: Mietausfallrisiko, Zugeständnisse bei Miethöhe nötig
In deutschen Großstädten liegt die Leerstandsquote oft unter 1 %, während strukturschwache Regionen in Ostdeutschland Quoten von über 10 % aufweisen. Die Leerstandsquote beeinflusst maßgeblich die Mietpreisbremse und Kappungsgrenzen.
Verwandte Begriffe
Mietrendite
Verhältnis von Mieteinnahmen zum Kaufpreis – wichtigste Kennzahl für Immobilieninvestoren.
Mietpreisbremse
Gesetzliche Regelung, die Neuvertragsmieten auf maximal 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete begrenzt.
Fluktuation (Mieterwechsel)
Häufigkeit der Mieterwechsel in einem Objekt – verursacht Kosten und Leerstand.
Kappungsgrenze
Maximale Mieterhöhung von 20 % (in angespannten Märkten 15 %) innerhalb von drei Jahren.