Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
Gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme in einer Anlage – spart bis zu 40 % Primärenergie.
Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist ein Verfahren zur gleichzeitigen Erzeugung von elektrischer Energie (Strom) und thermischer Energie (Wärme) in einer einzigen Anlage.
KWK-Technologien
- Blockheizkraftwerk (BHKW): Verbrennungsmotor, häufigste Technologie
- Brennstoffzelle: Elektrochemische Umwandlung, höchster elektrischer Wirkungsgrad
- Mikro-KWK: Kleine Anlagen für Ein-/Zweifamilienhäuser
- Stirlingmotor: Geräuscharm, für kleine Leistungen
Förderung
- KWK-Gesetz: Zuschlag von 3–8 ct/kWh für eingespeisten Strom
- BAFA-Förderung: Investitionszuschuss für neue KWK-Anlagen
KWK-Anlagen sparen gegenüber der getrennten Erzeugung von Strom und Wärme bis zu 40 % Primärenergie. Sie gelten im GEG als Erfüllungsoption für die 65-%-EE-Pflicht, wenn sie mit erneuerbaren Brennstoffen betrieben werden.
Verwandte Begriffe
Blockheizkraftwerk (BHKW)
Anlage, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt – hoher Gesamtwirkungsgrad von bis zu 90 %.
Brennstoffzellenheizung
Hocheffiziente Heizung, die aus Wasserstoff oder Erdgas Strom und Wärme erzeugt.
Gebäudeenergiegesetz (GEG)
Zentrales Gesetz für energetische Anforderungen an Gebäude – Heizungstauschpflicht ab 2024.
Nahwärme
Wärmeversorgung mehrerer Gebäude über ein lokales Leitungsnetz – kleiner als Fernwärme.