Tenor
Urteilsformel mit der verbindlichen Entscheidung des Gerichts über die Klageanträge.
Der Tenor (auch Urteilsformel) ist der entscheidende Teil eines Gerichtsurteils, der die verbindliche Entscheidung des Gerichts über die gestellten Anträge enthält. Er steht am Anfang des Urteils und legt fest, ob und in welchem Umfang der Klage stattgegeben oder sie abgewiesen wird.
Im Mietrecht enthält der Tenor beispielsweise die genaue Höhe einer zu zahlenden Nachzahlung aus der Betriebskostenabrechnung, die Verpflichtung zur Belegeinsicht oder die Feststellung der Unwirksamkeit bestimmter Klauseln. Der Tenor ist vollstreckbar und bildet die Grundlage für Rechtsmittel wie Berufung oder Revision.
Die Urteilsgründe erläutern die rechtliche Begründung; verbindlich entschieden wird über die Anträge im Tenor. Ob sich eine BGH-Entscheidung zur Umlagefähigkeit von Kosten auf einen anderen Fall übertragen lässt, ergibt sich aber aus dem Leitsatz und den tragenden Entscheidungsgründen, nicht aus dem Tenor, der bei einer Revisionsentscheidung häufig nur die Zurückweisung der Revision oder die Aufhebung und Zurückverweisung ausspricht.
Transparenz-Hinweis: Dieser Eintrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Stand: 09.05.2026. Maßgeblich ist der jeweils aktuelle Gesetzestext; keine Rechtsberatung.
Verwandte Begriffe
Aktenzeichen
Eindeutige Kennzeichnung von Gerichtsverfahren zur systematischen Zuordnung von Verfahrensakten.
Leitsatz
Zusammenfassung der tragenden Rechtsgrundsätze eines Urteils für die juristische Praxis.
Revision
Rechtsmittel zum BGH zur Überprüfung der rechtlichen Richtigkeit eines Berufungsurteils.
Betriebskosten
Laufende Kosten, die dem Eigentümer durch das Grundstück oder Gebäude entstehen und auf Mieter umgelegt werden können.
Umlagefähigkeit
Eigenschaft einer Kostenposition, die es erlaubt, sie im Rahmen der Betriebskostenabrechnung auf Mieter umzulegen.