Abwasser in Freiburg im Breisgau 2026
· Geprüft von Marcel Schlüter
Die überdurchschnittlichen Nebenkosten in Freiburg resultieren vor allem aus hohen Grundsteuern und der starken Nachfrage nach Wohnraum. Während das milde Klima die Heizkosten dämpft, treiben kommunale Abgaben und Gebühren die Gesamtkosten. Die Stadt investiert viel in ökologische Infrastruktur und Klimaschutz, was sich teilweise in den Umlagen niederschlägt. Zudem führt die hohe Wohnqualität und Attraktivität der Stadt zu einem allgemein höheren Preisniveau bei allen wohnungsbezogenen Kosten.
Durchschnittliche Abwasser- und Entwässerungsgebühren in Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg): 0,22 €/m² pro Monat. Für eine 80-m²-Wohnung sind das rund 211 € pro Jahr.
Abwasser pro m²
0,22 €
pro Monat
70 m² Wohnung
185 €
pro Jahr
80 m² Wohnung
211 €
pro Jahr
100 m² Wohnung
264 €
pro Jahr
Werte sind Richtwerte basierend auf dem DMB-Betriebskostenspiegel 2024 und regionalen Anpassungen.
Wie hoch sind Abwassergebühren in Freiburg im Breisgau?
Abwasserkosten sind die Gebühren für die Ableitung von Schmutz- und Niederschlagswasser. Sie werden meist getrennt nach Frischwasserverbrauch (Schmutzwasser) und versiegelter Fläche (Niederschlagswasser) berechnet.
In Freiburg im Breisgau liegen die durchschnittlichen Abwassergebühren bei 0,22 €/m² pro Monat. Der typische Bereich für deutsche Städte reicht von 0,15 €/m² (energieeffiziente Neubauten, niedrige kommunale Gebühren) bis 0,40 €/m² (Altbauten, hohe Gebührensätze, ungünstige Versorgerstrukturen).
Köln hat die höchsten Abwassergebühren Nordrhein-Westfalens. Berlin liegt ebenfalls deutlich über dem Bundesschnitt. In Gemeinden mit Trennsystem (Schmutz-/Regenwasser separat) sind die Gebühren oft transparenter aufgeschlüsselt.
Lokal in Freiburg im Breisgau:
Versorger: Bodensee-Wasserversorgung oder kommunaler Versorger. Gebührensätze werden jährlich von der kommunalen Aufsicht geprüft — Mieter haben Anspruch auf Einsicht in die Originalbelege.
Der Freiburger Wohnungsmarkt ist durch eine konstant hohe Nachfrage geprägt. Mit rund 230.000 Einwohnern und einer attraktiven Lage im Dreiländereck zieht die Stadt Studierende, Familien und Berufstätige gleichermaßen an. Die Kaltmieten bewegen sich im Durchschnitt bei 10 Euro pro Quadratmeter, können aber je nach Lage zwischen 7,50 und 13 Euro variieren. Besonders in beliebten Stadtteilen wie Wiehre, Herdern oder dem ökologischen Vorzeigeviertel Vauban sind die Mieten deutlich höher. Die Warmmiete liegt durchschnittlich bei 12,80 Euro pro Quadratmeter. Der angespannte Wohnungsmarkt macht die Wohnungssuche zur Herausforderung, insbesondere zu Semesterbeginn.
Schnellrechnung für Freiburg im Breisgau:
- • 50 m² Wohnung: 132 € pro Jahr
- • 70 m² Wohnung: 185 € pro Jahr
- • 80 m² Wohnung: 211 € pro Jahr
- • 100 m² Wohnung: 264 € pro Jahr
- • 120 m² Wohnung: 317 € pro Jahr
Abwasser: Freiburg im Breisgau im Vergleich zu Baden-Württemberg
Freiburg im Breisgau
0,22 €/m²
pro Monat
Ø Baden-Württemberg
0,19 €/m²
pro Monat
Abweichung
+17 %
über Baden-Württemberg
Abwasser: Freiburg im Breisgau im Städte-Vergleich
Vergleich mit ähnlichen Städten (gleiches Bundesland: 5, andere Bundesländer: 3, Top-Großstädte: 2).
| Stadt | Bundesland | Abwasser pro m² | 80 m²/Jahr |
|---|---|---|---|
| Freiburg im Breisgau | Baden-Württemberg | 0,22 € | 211 € |
| Stuttgart | Baden-Württemberg | 0,22 € | 211 € |
| Karlsruhe | Baden-Württemberg | 0,22 € | 211 € |
| Mannheim | Baden-Württemberg | 0,21 € | 202 € |
| Heidelberg | Baden-Württemberg | 0,20 € | 192 € |
| Pforzheim | Baden-Württemberg | 0,21 € | 202 € |
| Regensburg | Bayern | 0,21 € | 202 € |
| Fürth | Bayern | 0,21 € | 202 € |
| Ingolstadt | Bayern | 0,20 € | 192 € |
| Berlin | Berlin | 0,27 € | 259 € |
| Hamburg | Hamburg | 0,26 € | 250 € |
Sind Abwassergebühren in Freiburg im Breisgau umlagefähig?
Abwassergebühren sind nach § 2 Nr. 3 BetrKV umlagefähig. Die Umlage erfolgt parallel zur Wasserabrechnung — meist nach Verbrauch oder Wohnfläche. Niederschlagswasser wird teils gesondert nach versiegelter Fläche abgerechnet.
Verteilerschlüssel: Verbrauch für Schmutzwasser, versiegelte Fläche für Niederschlagswasser. Pauschalumlage nach Wohnfläche ist ebenfalls zulässig.
BetrKV-Nummer: § 2 Nr. 3
Abwasser senken — 4 konkrete Tipps
- ✓Regenwassernutzung prüfen — Zisternen reduzieren Niederschlagswassergebühren.
- ✓Versiegelung minimieren — wasserdurchlässige Pflasterung senkt die Niederschlagswassergebühr.
- ✓Wasserverbrauch reduzieren — bei Schmutzwasser direkt gekoppelt.
- ✓Gebührensatzung der Gemeinde prüfen — viele Kommunen erhöhen jährlich.
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Häufige Fragen zu Abwassergebühren in Freiburg im Breisgau
Wie hoch sind die Abwasser in Freiburg im Breisgau?
Die durchschnittlichen Abwasser in Freiburg im Breisgau betragen rund 0,22 €/m² pro Monat. Für eine 80-m²-Wohnung sind das etwa 211 € pro Jahr. Der typische Bereich liegt zwischen 0,15 und 0,40 €/m² — abhängig von Baujahr, Energieeffizienz und Lage.
Sind die Abwasser in Freiburg im Breisgau umlagefähig?
Abwassergebühren sind nach § 2 Nr. 3 BetrKV umlagefähig. Die Umlage erfolgt parallel zur Wasserabrechnung — meist nach Verbrauch oder Wohnfläche. Niederschlagswasser wird teils gesondert nach versiegelter Fläche abgerechnet.
Wie hoch sind die Abwasser im Bundesland Baden-Württemberg?
Im Bundesland Baden-Württemberg liegen die durchschnittlichen Abwasser bei 0,19 €/m². Freiburg im Breisgau liegt 17 % über dem Landesdurchschnitt.
Welcher Wasserversorger berechnet die Abwasser in Freiburg im Breisgau?
Die Abwasser in Freiburg im Breisgau werden vom regionalen Versorger erhoben: Bodensee-Wasserversorgung oder kommunaler Versorger. Gebührensätze werden jährlich an die kommunale Aufsicht gemeldet — Mieter haben Anspruch auf Einsicht in die Originalbelege.
Warum sind die Nebenkosten in Freiburg trotz mildem Klima überdurchschnittlich?
Obwohl Freiburg durch seine Lage im Oberrheingraben von milden Wintern und damit niedrigeren Heizkosten profitiert, liegen die Gesamtnebenkosten bei 2,62 Euro pro Quadratmeter über dem Bundesdurchschnitt. Der Hauptgrund sind hohe kommunale Abgaben, insbesondere die Grundsteuer, die in Freiburg aufgrund der attraktiven Lage und hohen Grundstückswerte überdurchschnittlich ausfällt. Zudem investiert die Stadt stark in ökologische Projekte, Klimaschutz und Infrastruktur, was sich in verschiedenen Umlagen niederschlägt. Die hohe Nachfrage nach Wohnraum treibt auch die Verwaltungs- und Instandhaltungskosten nach oben. Während die Heizkosten mit 1,02 Euro pro Quadratmeter moderat bleiben, gleichen andere Positionen wie Grundsteuer, Versicherungen und Hausmeisterdienste diesen Vorteil wieder aus.
Wie kann ich die Abwasser in Freiburg im Breisgau senken?
Tipps zur Senkung der Abwasser: Prüfe deinen Energieversorger: Ein Wechsel kann bei Strom und Gas jährlich mehrere hundert Euro sparen, auch wenn badenova regional stark vertreten ist. Nutze die milden Winter: Reduziere die Raumtemperatur um ein Grad und spare bis zu sechs Prozent Heizkosten – in Freiburg besonders effektiv. Eine vollständige Prüfung der Nebenkostenabrechnung deckt häufig Fehler auf — der Mieterbund schätzt rund 50 % aller Abrechnungen als fehlerhaft ein.
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Bundesdurchschnitt aller Nebenkosten 2024: 2,67 €/m² (DMB). Werte für Freiburg im Breisgau basieren auf DMB- und regionalen Daten.
Über den Autor
Marcel Schlüter
Gründer Nebenkostenrechner, Betriebskosten-Experte mit über 10 Jahren Erfahrung in BetrKV-konformer Abrechnung.
Mehr über Marcel →Datenquellen
- • DMB Betriebskostenspiegel 2024 — Deutscher Mieterbund, bundesweite Erhebung
- • Statistisches Bundesamt (Destatis) — Wohnnebenkosten-Statistik
- • Eigene Betriebskostenspiegel-Auswertung auf Basis von BetrKV § 2
Methodik
Der angezeigte Wert (0,22 €/m²) wird aus dem DMB-Bundesdurchschnitt für Abwasser (0.08 Anteil am Gesamtnebenkostenwert) berechnet und mit dem Bundesland-Faktor für Baden-Württemberg sowie der lokalen Mietpreisstruktur von Freiburg im Breisgau gewichtet (60 % Stadt, 40 % Bundesland). Anschließend wird der Wert auf den realistischen Bereich von 0,15 bis 0,40 €/m² begrenzt. Es handelt sich um einen Richtwert — die tatsächlichen Kosten in der konkreten Wohnung können abweichen.
Hinweis: Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung. Bei konkreten Streitfällen empfehlen wir die Beratung durch einen Mieterverein oder Fachanwalt.
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