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Vollständige Vorlage mit allen Pflichtangaben nach § 556 BGB, den 17 Kostenarten nach BetrKV und allen vier Verteilerschlüsseln — zum Lernen, Selbst-Erstellen oder Prüfen.
Direkt-Download als Excel oder PDF · 100 % kostenlos · ohne Anmeldung
Eine Nebenkostenabrechnung ist nach § 259 BGB nur dann formell wirksam, wenn sie nachvollziehbar und geordnet ist. Fehlt eine der folgenden Pflichtangaben, kann der Mieter die Abrechnung formell zurückweisen — der Vermieter verliert dann seinen Nachzahlungsanspruch, sofern er die Frist nicht mehr einhalten kann.
Die Überschrift muss klar machen, dass es sich um eine Betriebs- oder Nebenkostenabrechnung handelt — nicht um eine Heizkostenabrechnung allein.
Genauer Beginn und genaues Ende — höchstens zwölf Monate. Übliche Zeiträume sind das Kalenderjahr oder ein vom Mietvertrag festgelegtes Wirtschaftsjahr.
Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort und gegebenenfalls die Lage der Wohnung im Gebäude (etwa „2. Obergeschoss links").
Name des Mieters und die abzurechnende Wohnfläche in Quadratmetern — wichtig als Grundlage für den häufigsten Verteilerschlüssel.
Pro Kostenart der Gesamtbetrag für das gesamte Gebäude, getrennt nach den 17 umlagefähigen Positionen aus § 2 BetrKV.
Welcher Schlüssel zur Anwendung kommt: Wohnfläche, Verbrauch, Personenanzahl oder Wohneinheit. Bei Wechsel ist eine Begründung erforderlich.
Berechneter Anteil des Mieters an jeder einzelnen Kostenposition — nicht nur eine Summe am Ende.
Die Summe der im Abrechnungszeitraum tatsächlich gezahlten Vorauszahlungen — auch bei Mieterwechsel oder Mietzeit unter zwölf Monaten.
Klare Aussage zur Nachzahlung oder Erstattung in Euro mit Cent, inklusive Fälligkeitsdatum.
Name und Anschrift des Vermieters oder der Hausverwaltung, mit Bankverbindung für Nachzahlungen oder Erstattungen.
So sieht eine korrekte Nebenkostenabrechnung in vereinfachter Form aus. Die vollständige Excel-Vorlage erweitert diesen Aufbau auf alle 17 Kostenarten und automatisiert die Berechnung.
Vermieter
Lisa Mustermann · Musterweg 1 · 50667 Köln
Mieter
Max Beispiel · Beispielstraße 4 · 50667 Köln
Abrechnungszeitraum
01.01.2025 – 31.12.2025 · Wohnfläche 80 m² (Gesamt 480 m²)
| Kostenart | Gesamt | Schlüssel | Anteil 80 m² |
|---|---|---|---|
| Grundsteuer | 1.200 € | Wohnfläche | 200,00 € |
| Wasser & Abwasser | 1.800 € | Verbrauch | 312,00 € |
| Heizung & Warmwasser | 4.200 € | Verbrauch | 735,00 € |
| Müllabfuhr | 600 € | Personen | 150,00 € |
| Hausmeister | 1.440 € | Wohnfläche | 240,00 € |
| Gebäudeversicherung | 540 € | Wohnfläche | 90,00 € |
| Gesamtanteil Mieter | 1.727,00 € | ||
| Vorauszahlungen 12 × 130 € | – 1.560,00 € | ||
| Nachzahlung | 167,00 € | ||
Fälligkeit: 30 Tage nach Zugang der Abrechnung (§ 556b BGB). Belegeinsicht auf Wunsch binnen vier Wochen (§ 259 BGB).
Nur diese 17 Positionen darfst du als Vermieter überhaupt umlegen. Verwaltungs-, Instandhaltungs- und Reparaturkosten gehören explizit nicht dazu.
Welcher Schlüssel auf welche Kostenart angewendet wird, entscheidet maßgeblich über die Höhe deiner Abrechnung. Der gewählte Schlüssel darf nicht einseitig gewechselt werden — ein Wechsel braucht eine neue Vereinbarung mit dem Mieter.
Wann sinnvoll
Standard bei nicht verbrauchsabhängigen Kosten (Grundsteuer, Versicherung, Allgemeinstrom).
Berechnung
Quadratmeter Wohnfläche der Einheit geteilt durch Gesamtwohnfläche des Hauses.
Wann sinnvoll
Pflicht bei Heizung und Warmwasser (mindestens 50–70 Prozent), zulässig bei Wasser mit Zähler.
Berechnung
Gemessener tatsächlicher Verbrauch über Heizkostenverteiler, Wasseruhren oder Zähler.
Wann sinnvoll
Möglich bei Kosten mit Personenbezug — etwa Müll oder Wasser ohne Zähler.
Berechnung
Anzahl im Haushalt gemeldeter Personen, üblicherweise stichtagsbezogen.
Wann sinnvoll
Sinnvoll bei einheitlichen Kosten pro Wohnung (Aufzug, Antenne).
Berechnung
Eine Wohnung gilt als eine Einheit, unabhängig von Fläche oder Personenzahl.
Vorauszahlungen vollständig anrechnen — auch bei Mieterwechsel den anteiligen Zeitraum.
Verwaltungskosten und Instandhaltung gehören NICHT in die Abrechnung.
Verteilerschlüssel nicht ohne neue Vereinbarung wechseln.
Heizkosten zu mindestens 50 Prozent nach Verbrauch verteilen.
Belegeinsicht aktiv anbieten — der Mieter hat ein Recht darauf nach § 259 BGB.
Tipp: Lass deine Abrechnung von Lena prüfen, bevor du sie an den Mieter verschickst — sie checkt 16 typische Fehler in unter 60 Sekunden.
Statt das Muster manuell auszufüllen, übernimmt unser Rechner alle 17 Kostenarten, Verteilerschlüssel und die Vorauszahlungs-Verrechnung — automatisch und mit PDF-Export.
Jetzt kostenlos berechnen →Eine formell korrekte Nebenkostenabrechnung enthält den Abrechnungszeitraum (maximal zwölf Monate), die Objektadresse, die Wohnfläche des Mieters, die Gesamtkosten je Kostenart, den angewandten Verteilerschlüssel, den Mieteranteil, die geleisteten Vorauszahlungen und den Saldo. Fehlt einer dieser Punkte, ist die Abrechnung formell unwirksam und kann zurückgewiesen werden.
Es gibt 17 umlagefähige Kostenarten nach § 2 BetrKV — von Grundsteuer und Wasserversorgung über Heizung und Aufzug bis zu Hausmeister und Versicherungen. Verwaltungskosten, Reparaturen und Instandhaltung dürfen NICHT umgelegt werden, ebenso wenig wie Bankgebühren oder Leerstandskosten.
Für Einzelobjekte reicht eine vereinfachte Abrechnung, weil keine Verteilung auf mehrere Mieter nötig ist. Trotzdem müssen alle Pflichtangaben und der Verteilerschlüssel je Kostenart enthalten sein, da bei einem Mieterwechsel der Zeitanteil korrekt berechnet werden muss. Unsere Excel-Vorlage funktioniert für Einzelobjekte und Mehrfamilienhäuser gleichermaßen.
Nach § 556 Abs. 3 BGB muss die Nebenkostenabrechnung dem Mieter spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums zugehen. Bei einem Abrechnungsjahr 2025 (Januar bis Dezember) ist die Frist somit der 31. Dezember 2026. Wird die Frist versäumt, verliert der Vermieter den Anspruch auf Nachzahlungen — ein etwaiges Guthaben des Mieters bleibt jedoch bestehen.
Für Gewerbemietverhältnisse gelten teilweise abweichende Regeln, etwa was die Umlagefähigkeit von Verwaltungskosten oder Versicherungen angeht. Das Muster lässt sich grundsätzlich nutzen, sollte aber durch einen mietrechtlich vertrauten Steuerberater oder Anwalt geprüft werden, wenn umfangreichere Gewerbeflächen umgelegt werden.
Wer monatlich oder jährlich nur eine Abrechnung erstellt, ist mit dem Online-Rechner schneller und sicherer — er erstellt eine BetrKV-konforme PDF in unter zehn Minuten ohne Formelfehler. Das Muster ist sinnvoll, wenn du eine Vorlage zum Lernen brauchst, sie an einen Steuerberater geben oder für mehrere Objekte parallel arbeiten willst.