KI-Check: Wie die automatische Nebenkostenprüfung funktioniert
Du willst deine Nebenkostenabrechnung selbst hochladen und prüfen lassen? Diese Anleitung führt dich Schritt für Schritt durch den KI-Check – vom Upload über die Fehler-Kategorien bis zur Frage, was du mit den Vorschlägen anfängst.
Der KI-Check liest deine Nebenkostenabrechnung ein und prüft sie automatisch auf typische Fehler. Diese Seite ist die praktische Bedienungsanleitung: Sie zeigt dir, wie du den Check Schritt für Schritt startest, wie du die Statusfarben im Ergebnis liest und wie du die Vorschläge richtig einordnest. Was im Hintergrund konzeptionell passiert, erklärt der KI-Check erklärt-Ratgeber – hier geht es um die konkrete Anwendung.
Schritt für Schritt: den Check starten
Du startest den KI-Check unter Nebenkostenabrechnung prüfen – ganz ohne Konto und ohne Anmeldung. Der Ablauf:
- Datei auswählen. Zieh deine Abrechnung in das Upload-Feld oder klick darauf, um sie auszuwählen. Erlaubt sind PDF, JPG und PNG bis 10 MB. Das beste Ergebnis liefert ein digitales PDF, weil die Texterkennung dort am zuverlässigsten arbeitet. Lädst du ein Foto hoch, achte auf gerade Ausrichtung, gute Beleuchtung und dass alle Zahlen vollständig sichtbar sind.
- Zwei Häkchen setzen. Bevor der Button aktiv wird, bestätigst du, dass es sich um eine KI-gestützte Analyse und keine Rechtsberatung handelt, und stimmst der sofortigen Bearbeitung zu (das Widerrufsrecht erlischt mit vollständiger Leistung, § 356 Abs. 5 BGB).
- „Jetzt prüfen lassen“ klicken. Jetzt läuft die Verarbeitung in vier Schritten ab, die du oben als Fortschrittsleiste siehst: Hochladen → Text erkennen → KI analysiert → Ergebnis bereit.
- Geöffnet bleiben. Die Analyse dauert in der Regel rund zwei bis fünf Minuten. Die Seite aktualisiert sich automatisch und springt zum fertigen Prüfbericht.
Deine hochgeladene Datei wird nach 24 Stunden automatisch gelöscht, die Verarbeitung läuft auf deutschen Servern. Pro Tag sind mehrere Checks möglich; bei sehr vielen Versuchen aus demselben Anschluss kann die Funktion kurzzeitig gesperrt sein.
Die Fehler-Kategorien verstehen
Im Prüfbericht bewertet die KI jeden Punkt mit einem von fünf Status, farblich gekennzeichnet. Genau das macht den Bericht lesbar – du erkennst auf einen Blick, wie schwer eine Auffälligkeit wiegt:
- Formfehler (rot, ⛔). Ein formeller Mangel, der die gesamte Abrechnung unwirksam machen kann – etwa ein zu langer Abrechnungszeitraum oder eine versäumte Abrechnungsfrist. Folge: Eine Nachforderung kann ganz hinfällig sein.
- Inhaltsfehler (rot, ✗). Eine einzelne Position ist falsch, zum Beispiel nicht umlagefähige Kosten oder ein Rechenfehler. Dann musst du diese Position nicht tragen – die KI schätzt dazu einen Erstattungsbetrag.
- Warnung (gelb, ⚠). Möglicherweise fehlerhaft, aber ohne vollständige Unterlagen nicht eindeutig – etwa ungewöhnlich hohe Kosten im Vergleich zum Betriebskostenspiegel.
- Hinweis (blau, ℹ). Nicht zwingend falsch, aber prüfenswert – zum Beispiel die Empfehlung, Belegeinsicht zu verlangen.
- OK (grün, ✓). Bei diesem Punkt wurde kein Fehler erkannt.
Die geprüften Punkte sind in drei Blöcke gegliedert: die formelle Prüfung (Zeitraum, Frist, Absender/Empfänger, Verteilerschlüssel, Rechenwege), die Umlagefähigkeit der einzelnen Kostenarten nach § 2 BetrKV (Grundsteuer, Wasser, Heizung, Aufzug, Versicherungen, Hauswart und weitere) sowie die übergreifende Prüfung (versteckte nicht umlagefähige Posten, CO2-Aufteilung, Vergleich mit dem Betriebskostenspiegel, Belegeinsichtsrecht). Oben im Bericht fasst eine Leiste zusammen, wie viele Form-, Inhalts-, Warn- und Hinweis-Punkte gefunden wurden, plus das geschätzte Erstattungspotenzial.
Vorschläge richtig interpretieren und nutzen
Jeder Punkt nennt neben dem Status eine kurze Begründung, die Rechtsgrundlage (z. B. § 556 Abs. 3 BGB), bei Bedarf ein passendes BGH-Urteil und – bei Inhaltsfehlern – einen geschätzten Erstattungsbetrag. Steht dort „unter Vorbehalt – Belegeinsicht empfohlen“, konnte die KI nicht alle Zahlen eindeutig ablesen; der Betrag ist dann eine Orientierung, kein Festwert. Zu jeder Auffälligkeit gibt es eine konkrete Empfehlung, was als Nächstes sinnvoll ist.
Kostenlos siehst du eine Auswahl der Prüfpunkte und die geschätzte Erstattungssumme. Möchtest du alle Punkte mit sämtlichen Details, Rechtsgrundlagen und Beträgen, schaltest du den Vollbericht für einmalig 9,90 € frei. Für 19,90 € bekommst du zusätzlich einen personalisierten Widerspruchsbrief als PDF, in dem die Findings samt Paragrafen bereits aufbereitet sind. Es gibt kein Abo: Du zahlst einmalig und nur dann, wenn du den Vollbericht freischaltest. Die Preise siehst du direkt auf der Prüfseite; einen Überblick über alle übrigen Preise des Nebenkostenrechners gibt die Preisübersicht.
Hast du freigeschaltet, zeigt der Bericht die Nächsten Schritte: Findings prüfen, den Widerspruch möglichst per Einschreiben an den Vermieter senden und eine Frist zur Korrektur setzen. Der KI-Check ist eine automatisierte Erstanalyse zur Orientierung und keine Rechtsberatung. Bei strittigen oder komplexen Fällen sind ein Mieterverein oder ein Fachanwalt für Mietrecht die richtige Anlaufstelle. Wie du eine Abrechnung grundsätzlich kontrollierst, zeigt dir der Einstieg Abrechnung prüfen.
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Hinweis: Dieser Hilfe-Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Angaben ohne Gewähr — im Zweifel die einschlägigen gesetzlichen Regelungen (z. B. BetrKV, HeizKV, BGB) prüfen.