Was ist eine Nebenkostenabrechnung?
Die Nebenkostenabrechnung (auch Betriebskostenabrechnung) stellt die tatsächlich angefallenen Betriebskosten den geleisteten Vorauszahlungen gegenüber.
Was muss erkennbar sein?
- Abrechnungszeitraum: regelmäßig ein jährlicher Zeitraum von höchstens 12 Monaten
- Gesamtkosten: pro Kostenart aufgeschlüsselt
- Verteilerschlüssel: wie die Kosten umgelegt wurden
- Mieteranteil: nachvollziehbare Berechnung
- Vorauszahlungen: vollständig abgezogen
- Ergebnis: daraus berechnete Nachzahlung oder Guthaben
Wichtige Fristen
- Vermieter: Muss die Abrechnung innerhalb von 12 Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums mitteilen
- Mieter: Hat grundsätzlich 12 Monate nach Zugang für Einwendungen
Bei verspätetem Zugang ist eine Nachforderung des Vermieters grundsätzlich ausgeschlossen, sofern er die Verspätung zu vertreten hat; ein Guthaben bleibt bestehen.
Verwandte Fragen
Welche formellen Anforderungen muss eine Abrechnung erfüllen?
Typischerweise müssen Gesamtkosten, Verteilerschlüssel, Mieteranteil und Vorauszahlungen so erkennbar sein, dass die Abrechnung nachvollzogen werden kann.
FristenBis wann muss der Vermieter abrechnen?
Der Vermieter muss innerhalb von 12 Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums abrechnen (§ 556 Abs. 3 BGB).
VorauszahlungWas ist eine Nebenkostenvorauszahlung?
Monatliche Vorauszahlung auf die voraussichtlichen Betriebskosten, die am Jahresende mit den tatsächlichen Kosten verrechnet wird.