Welche formellen Anforderungen muss eine Abrechnung erfüllen?
Eine Betriebskostenabrechnung muss für einen durchschnittlichen Mieter gedanklich und rechnerisch nachvollziehbar sein. Typischerweise gehören dazu 1. die Zusammenstellung der Gesamtkosten, 2. die Angabe und – soweit nötig – Erläuterung des Verteilerschlüssels, 3. die Berechnung des Mieteranteils und 4. der Abzug der geleisteten Vorauszahlungen (§ 259 BGB).
Der Abrechnungszeitraum muss ebenfalls erkennbar sein; regelmäßig wird jährlich über höchstens zwölf Monate abgerechnet. Der Saldo ist das rechnerische Ergebnis aus Mieteranteil und Vorauszahlungen, keine zusätzliche fünfte Mindestangabe.
Wichtig: Ob eine fehlende oder unverständliche Angabe die Abrechnung formell unwirksam macht, ist von einem bloß inhaltlich falschen Wert zu unterscheiden.
Verwandte Fragen
Wie lang darf der Abrechnungszeitraum sein?
Über Vorauszahlungen wird regelmäßig jährlich abgerechnet; der Abrechnungszeitraum umfasst grundsätzlich höchstens 12 Monate.
WiderspruchKann ich die Nachzahlung verweigern?
Ja, bei formell unwirksamer Abrechnung, verspäteter Zustellung oder offensichtlichen Fehlern kannst du die Nachzahlung zurückhalten.
AbrechnungWas tun, wenn ich Fehler in der Abrechnung finde?
Dokumentiere die Fehler, fordere Belegeinsicht an und lege fristgerecht schriftlich Widerspruch ein.